Reiseberichte
Mehr als eine Route.
Die Reise war nicht nur eine Linie auf der Karte. Sie bestand aus Hitze, kühlen Nächten, langen Landstraßen, kleinen Entscheidungen und Orten, an denen Zeit blieb.
16.–18. Juli · Hinfahrt
Vom Ghioroc-See in den Vratsa-Balkan
Die ersten Tage führten über Zvolen, Lučenec, Miskolc, Debrecen, Oradea und Arad bis zum Ghioroc-See. Bei rund 35 Grad bestimmte das Wasser die Stellplatzentscheidung. Der erwartete ruhige Natursee war vor Ort anders als gedacht: auf einer Seite Badezentrum, auf der anderen aktive Materialverfüllung. Wegen der Hitze blieb der Citan trotzdem stehen, statt für eine weitere Suche erneut aufzuheizen.
Am dritten Tag ging es über Lugoj, Orșova, Calafat–Vidin und eine 17 Kilometer lange Serpentinenstraße hinauf in den Vratsa-Balkan. Unten lagen etwa 38 Grad, oben beim Zubettgehen nur noch ungefähr 22. Ein Donau-Bad kurz vor der Brücke, die Überfahrt nach Bulgarien und die kühle Bergluft machten aus dem Fahrtag eine eigene Geschichte.
21.–23. Juli · Rila
Dreimal zwischen Sofia und dem Fluss
Der Pastra-Punkt an der Rilska erwies sich als Volltreffer: direkt am Wasser, mit dem Heck des Citan nur wenige Meter vom Fluss entfernt. Für einen Termin ging es am selben Tag erst von Sofia nach Rila, dann zurück in die Stadt und am Abend wieder hinauf zum Platz. Die Berg- und Dorfstrecke dauerte länger als die Autobahn, war aber auf allen drei Fahrten außergewöhnlich schön.
Am nächsten Morgen führte der kurze Ausflug zum Rila-Kloster noch vor dem großen Andrang. Danach blieb Zeit für eine ruhige Pause am vertrauten Flussplatz, bevor es weiter nach Camping Verila ging: gepflegte Sanitäranlagen, Strom und eine unerwartet kühle Nacht nach den heißen ersten Tagen.
24.–26. Juli · Rhodopen & Griechenland
Kühle Höhe, dann Meer
In den Rhodopen stand der Citan auf rund 1.500 Metern. Für die Nacht waren etwa fünf Grad vorhergesagt – kein Problem, sondern ein bewusster Gegenpol zur Sommerhitze. Nach den Wunderbaren Brücken wurde die weitere Richtung vereinfacht: keine Umwege mehr, erst Versorgung in Smolyan, dann über Makaza/Nymfaia weiter nach Griechenland.
Camping Natura bei Mandra Beach war der vollständige Versorgungsreset: Meer in weniger als fünfzig Metern Entfernung, Dusche, Wäsche, Strom und eine ruhige Nacht. Die Reise wechselte in wenigen Tagen von Gebirgsluft zu griechischem Sommer.
1.–7. August · Rückweg
Karpaten, Sibiu und wieder Burxdorf
Zwischen Brașov und Sibiu zeigte sich die Fahrt aus den Bergen als eigener Höhepunkt. Die Făgăraș-Berge begleiteten die Strecke über Stunden; gleichzeitig machten Unfälle und Stau auf der schmalen DN1 aus wenigen Kilometern einen langen Nachmittag. Am Ende war Sibiu eine willkommene Pause: schöne Altstadt, Dachzimmer mit Klimaanlage und Zeit zum Durchatmen.
Am 7. August endete die Reise sicher zu Hause in Burxdorf. Der Tacho stand bei 6.009,2 Kilometern. Nach der Heimkehr: Waschmaschine, Kaffee, der Kater und eine warme Wohnung, die erst einmal gelüftet werden wollte.